Sunday, 24. May 2009 - Bad Cannstatt
3.000 flanierten durch die Altstadt-Kneipen
Die dritte Cannstatter Musiknacht wurde gestern um 18:30 Uhr auf dem Cannstatter Marktplatz bei süditalienischem Abendwetter mit 30 Grad von der fünfköpfigen Partyband "TenWeek" auf der Bühne mit Schwung und Elan eröffnet. Schon sehr früh war der Marktplatz bei diesen fetzigen Coversongs besetzt. Im wahrsten Sinne des Wortes etwas abgehoben, weil im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes am Marktplatz eröffnete Bezirksvorsteher Thomas Jakob diesen für Cannstatt sehr erfolgreichen Event, an dem in dieser Nacht in 28 Lokalen 28 Livebands mit insgesamt 111 Musikerinnen und Musikern zu hören und zu sehen waren. Jakob fragte in die Runde, in welcher historischen Altstadt man so feiern könne, wie gerade in Bad Cannstatt. Die Antwort gab er selbst: "Sagen Sie mal irgendwo, Sie kommen aus der Stuttgarter Altstadt - dann erleben Sie den Unterschied in der Reaktion".
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| Schon kurz nach dem offiziellen Beginn um 18:30 Uhr hatte die Coverband "TenWeek" zahlreiche Kneipenbummler auf den Marktplatz gelockt. Später war hier der Treffpunkt der Nachtschwärmer, zeitweilig war im Schatten des historischen Rathauses eine richtige Drucketse entstanden. |
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| "Afterwork" nennt sich die Band, die im "Rappen" einen Ohrwurm nach dem anderen raushaute. |
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| "The Sons of Kathie Elder" produzierten im "Stadtgraben" Countrymusik ganz unverfälscht. |
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Den geistigen Absacker in dieser von Bummlern bevölkerten Cannstatter Altstadt gab es in der Stadtkirche. In diesen respektablen Mauern spielte Paul Fogarty seine akustische Gitarre, in den Bänken sassen immer wieder andere Menschen, die dort stumm verweilend der Musik lauschten, entspannten und erkannten, dass zur Freude, zum Frohsinn auch die Rückbesinnung gehört - vielleicht auch die Dankbarkeit, so einen Abend, eine Nacht erleben zu dürfen.
Knapp 3.000 Menschen waren in dieser Nacht in Bad Cannstatt unterwegs, berichtet der Veranstalter Christian List. Besonders froh zeigt er sich, dass es keinerlei ärgerliche Vorkommnisse und Störungen gab - der Polizeibericht dieser Nacht bestätigt die Listschen Erfahrungen.
Fotos/Text: Hans Peter Schneider
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