Samstag, 04. Juli 2009 - Hofen
Klassenzimmer am See eingeweiht
Heute morgen wurde in Anwesenheit von Ministerpräsident Günther H. Oettinger und der Kabinettskollegen Tanja Gönner und Helmut Rau das von der Christoph Sonntag Stiftung iniziierte "Klassenzimmer am See" auf dem ehemaligen Grillplatz am Max-Eyth-See eingeweiht.
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| Unter einem von einem schweren Kran gehaltenen Sonnensegel hatten sich die "Premierenschüler" des Klassenzimmers am See zur Einweihung eingefunden. Minister, Abgeordnete, Gemeinderatsmitglieder, Vertreter der beteiligten Ämter und Firmen und künftige Nutzer dieser neuartigen Bildungseinrichtung waren darunter. |
Der Kabarettist Christoph Sonntag, der via seine Stiftung sich die deutliche Verbesserung der
Wasserqualität am See zum Ziel gesetzt hat, kann in diesem Jahr schon auf erste Erfolge zurückblicken, wie er in seiner Begrüßungsrede feststellen konnte. Durch die im letzten Jahr aufgenommene Frischwasserzufuhr habe man das sonst übliche Fischesterben erstmals seit Jahren verhindern können. Im September werde dieses Klassenzimmer am See seinen Betrieb aufnehmen, mit dem gerade jungen Menschen Denkanstöße gegeben werden, wie sie mit unserer Heimat und deren Ressourcen - speziell mit Wasser - umgehen.
Der Ministerpräsident fand es "großartig, wie Christoph Sonntag in zwei Jahren ein Netzwerk aufgebaut hat" zur Rettung des Max-Eyth-Sees. Das passe exakt zu den Bemühungen von Umweltministerin Tanja Gönner, die die Renaturierung, die Verbesserung unseres schwäbischen Flusses Neckar angeschoben habe, da passe das Projekt am Max-Eyth-See exakt dazu. Oettinger verriet auch, dass Sonntag eigentlich ein studierte Landschaftsarchitekt mit Abschluss sei und deswegen dies Projekt gut beim ihm aufgehoben sei, zumal er davon ausgehe, dass Sonntag nicht locker lasse,
Für die Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch blitzen bei diesem Vorhaben Kindheitsträume von Christiph Sonntag durch, die dieser hier realisiert habe.
Wie dem auch sei - heute war das Klassenzimmer fertig geworden, dessen Spatenstich erst am 10. März dieses Jahres erfolgt ist. 70 Auszubildende im Beruf des Landschaftsgärtners, Technik- und Meisterschüler der Fachschule Hohenheim und zwei Auszubildende des städtischen Garten-, Friedhofs- und Forstamtes haben in wenigen Wochen dieses Klassenzimmer
am See fertiggestellt.
Es wurde ein Platz mit überdachten Tresen geschaffen und ein Quellbecken, aus dem das Wasser in einem naturnah geformten Delta in den See fließt.
Ebenso wurden aus Stein Sitzgelegenheiten mit Blick auf den See erstellt. Für Kinder entstand ein Klopfplatz mit Schieferplatten, auf dem die in den Schiefer eingeschlossenen Ammoniten herausgeklopft und mit nach Hause genommen werden können.
Verbaut wurden im Klasssenzimmer nur Materialien aus dem Ländle, wie beispielsweise Travertin aus Bad Cannstatt, sodass das Klassenzimmer ein geologisches Spiegelbild des Landes darstellt.
Experten von der Uni Stuttgart und des Regierungspräsidiums haben Lehrpläne erstellt, zeichnen verantwortlich für die Beschaffung von Geräten zur Wasseranalyse.
Organisiert wird die Schule am See von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, die dort mit ihrem Bootshaus in der Nähe des Klassenzimmers eine für Lehrer bekannte Anlaufstelle ist. Dort werden die Termine koordiniert, dort wird aber auch praktische Hilfe angeboten, wenn es beispielsweise gilt, aus der Mitte des Sees Wasserproben zu entnehmen.
Sonntag lässt nicht locker, hatte Oettinger angekündigt. In der Tat - im Juli wird eine weitere Wasserleitung in den See verlegt, sodass ab August statt heute 10 Liter Quellwasser pro Sekunde dann 40 Liter dem Max-Eyth-See zugute kommen.
Fotos/Text: Hans Peter Schneider
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| Über drei Abläufe verlässt das Wasser oberirdisch die Quellfassung beim Klassenzimmer und sucht den Weg zum See. Dort wurde zur Sicherheit der Kinder eine Flachuferzone eingerichtet, die Fischen auch als Laichplatz dienen wird. |
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Für die Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch blitzen bei diesem Vorhaben Kindheitsträume von Christiph Sonntag durch, die dieser hier realisiert habe.
Wie dem auch sei - heute war das Klassenzimmer fertig geworden, dessen Spatenstich erst am 10. März dieses Jahres erfolgt ist. 70 Auszubildende im Beruf des Landschaftsgärtners, Technik- und Meisterschüler der Fachschule Hohenheim und zwei Auszubildende des städtischen Garten-, Friedhofs- und Forstamtes haben in wenigen Wochen dieses Klassenzimmer
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| Ministerpräsident Günther Oettinger war an den Max-Eyth-See geeilt, um die Einrichtungen dieses Klassenzimmer am See zu würdigen. |
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Es wurde ein Platz mit überdachten Tresen geschaffen und ein Quellbecken, aus dem das Wasser in einem naturnah geformten Delta in den See fließt.
Ebenso wurden aus Stein Sitzgelegenheiten mit Blick auf den See erstellt. Für Kinder entstand ein Klopfplatz mit Schieferplatten, auf dem die in den Schiefer eingeschlossenen Ammoniten herausgeklopft und mit nach Hause genommen werden können.
Verbaut wurden im Klasssenzimmer nur Materialien aus dem Ländle, wie beispielsweise Travertin aus Bad Cannstatt, sodass das Klassenzimmer ein geologisches Spiegelbild des Landes darstellt.
Experten von der Uni Stuttgart und des Regierungspräsidiums haben Lehrpläne erstellt, zeichnen verantwortlich für die Beschaffung von Geräten zur Wasseranalyse.
Organisiert wird die Schule am See von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, die dort mit ihrem Bootshaus in der Nähe des Klassenzimmers eine für Lehrer bekannte Anlaufstelle ist. Dort werden die Termine koordiniert, dort wird aber auch praktische Hilfe angeboten, wenn es beispielsweise gilt, aus der Mitte des Sees Wasserproben zu entnehmen.
Sonntag lässt nicht locker, hatte Oettinger angekündigt. In der Tat - im Juli wird eine weitere Wasserleitung in den See verlegt, sodass ab August statt heute 10 Liter Quellwasser pro Sekunde dann 40 Liter dem Max-Eyth-See zugute kommen.
Fotos/Text: Hans Peter Schneider
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