Sunday, 06. September 2009 - Fussball
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Sommerrains Abwehr in grünen Trikots hatte phasenweise gegen die Sillenbucher Angreifer Schwerstarbeit zu leisten.
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Nahezu zweihundert Zuschauer waren Zeuge der Bezirksligapremiere des SV Grün-Weiss Sommerrain auf dem Kunstrasen an der Masurenstraße. So ein Auftaktspiel ist stets auch eine Standortbestimmung und mit dem alten "Bezirksligaadel", dem SV Sillenbuch, der die abgelaufene Saison als sechster beendet hatte, war ein echter Prüfstein für den Aufsteiger angereist. Die Sillenbucher legten sich gleich mächtig ins Zeug und offenbarten schon bald, dass Sommerrains Torhüter in diesem Spiel nicht seinen allerbesten Tag hatte. Schon in der 2. Minute griff er nach einem Freistoß daneben, in der 3. Minute landete die Kugel sogar im Sommerrainer Netz, der sehr sicher leitende Schiedsrichter Kutsal enstschied zu Recht auf Behinderung des Torwartes im Fünf-Meter Raum und anerkannte die Sillenbucher Führung nicht. Die Hausherren bemühten sich, dem Anfangsdruck der Gäste mehr entgegenzusetzen, als konzentrierte Abwehrarbeit. In der 7. Minute tauchte der agile Mosca erstmals vor dem Sillenbuxcher Tor auf, vertändelte den Ball allerdings im Strafraum. Auf der Gegenseite verpasste der Sillenbucher Bachhuber nur knapp mit einem Gewaltschuss aus gut 20 Metern das Sommerrainer Gehäuse. Die Zeiten der einseitigen Sillenbucher Dominanz waren in der 9. Minute vorbei, als Mannschaftskapitän Fabian Belz auf links seinen Verteidiger abgeschüttelt hatte. Seine präzise Flanke erreichte den sich nach vorne geschlichenen Mittelfeldakteur Chris Kirchen, den wohl in der Gästeabwehr keiner auf der Liste hatte und dieser deswegen unbedrängt zum 1:0 einschieben
konnte. In der 16. Minute ließ Sommerrains Angriffsführer Fabian Belz außerhalb des Strafraums einen satten Kracher los, der nur knapp das von Heiko Mayer gehütete Sillenbucher Tor verfehlte. In der 24. Minute wäre in dem bis dahin sehr schnellen, hin und herwogenden Kampfspiel beinahe der Ausgleich gefallen. Sommerrains Abwehrchef Anes Gecko musste in höchster Bedrängnis den Ball nach hinten köpfen, verfehlte sein Tor nur knapp. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit nahm der Druck der Sommerrainer zu. In der 38. Minute kanonierte Vasic nur knapp über das Tor, eine Minute später fischten Sillenbucher Abwehrspieler einen Kopfball von Kirchen noch knapp von der Linie In der 42. Minute war Mosca mit einem Anspiel von Vasic der Gästeabwehr enteilt. Er kurvte ganz allein auf den Sillenbucher Torwart zu, umspielte diesen. Schon im Weglaufen hakte sich Torwart Mayer ein, brachte Mosca zu Fall - der Elfmeterpfiff ließ nicht auf sich warten. Andreas Fix, Sommerrains Elfmeterschütze vom Dienst hatte sein Visier zu genau eingestellt - er traf den Pfosten, aber der schneller als alle anderen reagierende Marcel Hameister drückte die Kugel zum 2:0 über die Linie. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.
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Der Spieler des Tages, Anes Gecko (links) beglückwünscht seinen Manschaftskapitän Fabian Belz zu dessen Tor zum 3:0 für Sommerrain. Zu den Gratulanten gehört auch Vincenzo Mosca (rechts).
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Die zweite Halbzeit begann mit wütenden Attacken der Gäste - schnell wollte man eine Resultatsverbesserung erreichen. Einbahnstraßenfußball war es trotzdem nicht, denn die Sommerrainer machten jenes Spiel, das ihnen besonders liegt: Sie konterten im eigenen Stadion. Die Aktionen der Gäste wurden von einer gut sortierten Abwehr der Gastgeber um Anes Gecko immer wieder erfolgreich abgeblockt, während vorne Fix und Mosca immer wieder Duftmarken vor dem Gehäuse der Gäste setzten. In der 54. Minute hätten sich die Sillenbucher nicht wundern dürfen, wenn der Schiri auf den Punkt gezeigt hätte. Torwart Mayer hatte nach Ballbesitz Sommerrains Mosca schlichtweg umgestoßen. Als Sommerrains etwas zu klein geratener Torwart in der 57. Minute zum wiederholten Male Unsicherheiten bei hohen Bällen zeigte, wurden die Gäste immer spielbestimmender. Ein Tor lag förmlich in der Luft. Dieses fiel aber nach Auffassung der Gäste auf der falschen Seite. Mit einem weiten Abschlag überlistete Sommerrains Torwart die aufgerückte Sillenbucher Abwehrkette. Fabian Belz lief den Abwehrrecken davon, versenkte von der Strafraumgrenze unhaltbar für Mayer zum 3:0.
Jetzt waren die Sillenbucher doch etwas konsterniert, gefrustet ob dieser unglücklichen Spielentwicklung. Man wurde fauler, nachlässiger und die Hausherren hatten die Begegnung zu diesem Zeitpunkt fest im Griff. In der 63. Minute kam der Ball nach einer kurzen Ecke, einem gefährlichen Schuss von Hameister auf den etwa 25 Meter vom Tor entfernten Sommerrainer Verteidiger Andreas Reinhardt. Der nahm die Kugel aus der Luft und hämmerte diese unter dem Jubel seiner Mitspieler knallhart ins rechte Toreck - der Neuling führte mit vier Toren Vorsprung. Schon zwei Minuten verkürzte der Sillenbucher Ozim mittels Freistoß, als er besagten über die Sommerrainer Mauer zirkelte und dem mit Größendefiziten behafteten Grün-Weißen-Torwart keine Chance liess. Nach dem Anschlusstreffer setzten die Sillenbucher wieder Kräfte frei, Sommerrain verlegte sich wiederum auf Konter seiner schnellen Stürmer Mosca und Belz, die immer wieder von den lauffreudigen Fix, Vasic und Hameister unterstützt wurden. In der 70. Minute kam Beerweiler für Kirchen bei Grün-Weiss, fügte sich nahtlos ins Spiel ein. Die Gäste drängten weiter auf eine Resultatsverbesserung, zwangen die Sommerrainer Abwehrrecken zu Akkordarbeit. In der 83. Minute konnte Sommerrains Torwart Sandanandandan seine Stärken auf der Linie und am Boden beweisen, als er Kopfball von Sillenbuchs Blessing bravourös von der Linie kratzte. Unterbrochen wurden diese Angriffe von Gegenattacken der Hausherren. Mosca scheiterte noch zweimal in aussichtsreicher Position, ehe der gut amtierende Schiedsrichter die Partie abpfiff.
Spieler des Tages: Anes Gecko, der Sommerrainer Abwehrchef.
Im Vorspiel verlor Grün-Weiss Sommerrain II mit 0:4 gegen die Reserve von Steinenbronn.
Fotos/Text: Hans Peter Schneider