Sunday, 27. September 2009 - Fussball
Bezirksliga: SV Gablenberg - TSV Münster 5:1
Deutliche Niederlage der Knollenbäuche
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| Da bleibt Münsters Torwart Pellegrino nur der Blick zurück. Er sieht, wie der Ball zum 1:0 für Gablenberg in die Maschen geht. |
Die Gäste konnten aus dem Vollen schöpfen, hatten Sie doch keinerlei Ausfälle zu beklagen. Dennoch war auch Trainer Uwe Braun im Zugzwang, folgten doch auf den Auftaktsieg zwei Niederlagen.
Seine Jungs wollten dies auch gleich in der Anfangsphase dokumentieren, in dem Sie sehr forsch und selbstbewusst die ersten zehn Minuten gestalteten. Die Gastgeber wurden von Münster sehr früh gestört und konnten keinen klaren Spielaufbau entwickeln. Probates Mittel waren lang gespielte Bälle, welche aber von der aufmerksamen Gästeabwehr sicher abgeräumt wurden.
Doch mit zunehmender Spielzeit legten die Gablenberger ihre Anfangsnervosität ab und kamen besser in die sehr intensiv geführte Partie. Ergebnis war eine Riesenchance in der 19. Minute, als sich Martin Rücker gegen zwei Münsteraner durchtankte und zum mitgelaufenen Nils Schaller passte. Dieser brachte aber das Kunststück fertig und schob aus 13 Meter den Ball am Kasten von Pellegrino vorbei.
Besser machte es Schaller in der 22. Minute, als er von Florian Puchner mustergültig bedient wurde und das Spielgerät aus 16 Meter zum 1:0 im Münsteraner Kasten unterbrachte.
Münster ließ sich aber durch diesen Treffer nicht schocken und kämpfte sich ins Spiel zurück. Bereits in der 25. Minute wurde dies belohnt. Nachdem der Gastgebergoalie Panugratis Karugiozidis den ersten Ball noch abwehren konnte, war Maximilian Doll mit dem Kopf zur Stelle und es hieß 1:1.
Dieses Tor schien Münster wieder aufzurichten, bot sich doch bereits fünf Minuten später die nächste Möglichkeit. Nach guter Vorarbeit von Daniel Tannenberg kommt Marco Narzisso aus 16 Meter zum Schuss und hämmert das Ding an den Querbalken.
In der Endphase der ersten Halbzeit verflacht das Spiel zusehends. Die meisten Aktionen sind Stückwerk und es sind sehr selten gelungene Kombinationsabläufe zu begutachten. Insgesamt gerecht wird bei Halbzeit mit 1:1 gewechselt. Der Pausentee scheint den Gastgebern besser geschmeckt zu haben, denn Sie kamen aktiver in die Partie. In der 48. Minute bedient Martin Rücker Alexej Kalinowski, doch dessen Kopfball wird noch auf der Torlinie abgeblockt. Beim darauf folgenden Eckball kommt erneut ein Gablenberger, nämlich Mate Kothenz völlig unbedrängt zum Kopfball, doch er zielt über das Gästegehäuse.
Nachdem Gablenberg die Anfangsphase der zweiten Halbzeit bestimmte, verschafft sich nun Münster wieder etwas Luft mit Konterangriffen. Ein daraus resultierender Eckball findet in der 58. Minute völlig freistehend Maximilian Doll, dessen etwas verunglückter Schuss landet acht Meter vor dem Tor bei Stergio Komninos, doch der versemmelt diese gute Möglichkeit, indem er über den Gablenberger Kasten drischt.
Das Spiel nimmt nun richtig Fahrt auf und es geht rauf und runter. In der 63. Minute findet ein blitzgescheiter Pass von Deniz Yilmaz Nils Schaller und der lässt Gästegoalie Pellegrino aus zehn Meter keine Chance und vollendet zum 2:1 für Gablenberg.
Doch auch Münster hat seine Riesenmöglichkeit, um auszugleichen. In der 68. Minute kommt Stergio Komninos völlig frei aus acht Metern zum Schuss. Alle hatten sich schon abgedreht, um zum Anspielpunkt zu schreiten. Doch Komninos brachte das Kunststück fertig und spielt den Ball neben das Gablenberger Gehäuse. Münsters Trainer Uwe Braun hätte fast in die Abgrenzungsstange gebissen, als er diesen Fehlschuss seines Spielers machtlos mit ansehen musste. Diese sträflich vergebene Großchance zum möglichen 2:2 hat die Gäste ins Mark getroffen, denn fortan nahmen die Gastgeber das Zepter in die Hand. Eine Standardsituation in der 70. Minute wurde von Patrick Binder mit Effet scharf in den Münsteraner 16 er gespielt und Mate Kothenz war zur Stelle und köpft zum 3:1 ein. Die Nerven der Knollenbäuche schienen nun blank zu liegen, denn der gut leitende Unparteiische Alexander Buddrick vom TSV Pfaffenhofen musste Stergio Komninos in der 77. Minute wegen völlig unnötigem Reklamieren zum Duschen schicken. Ein Bärendienst für sein zurück liegendes Team, welches nun mit zehn Spielern die Partie zu Ende spielen musste. Auch die Körpersprache der Münsteraner ließ beim Gästeanhang nicht unbedingt noch große Hoffnung aufkommen.
Gablenberg nun eindeutig dominant und kombinationssicherer. In der 80. Minute ein Schmankerl zum 4:1, als Sabawan Khostwal zu Martin Rücker spielt und dessen präzisen Querpass erneut Nils Schaller aus sechs Meter einlocht. Die Gäste nun völlig aufgelöst und offen wie ein Scheunentor. In der 85. Minute läuft Patrick Binder unbedrängt durchs Mittelfeld, dringt in den Münsteraner 16 er ein und passt zu wem - natürlich zu Nils Schaller, der aus zehn Meter sein viertes Tor dem leidgeprüften Giuseppe Pellegrino zum 5:1 reinhaut. In den letzten Minuten hätten die Gastgeber das Ergebnis durchaus höher gestalten können, doch im Übereifer wurden noch klare Möglichkeiten versemmelt.
Gablenbergs Coach Daniel Baric war natürlich ob der gezeigten Leistung seines Teams sehr zufrieden, konnte doch seine Philosophie des ballorientierten Spieles teilweise umgesetzt werden. Der Neucoach bei Gablenberg sieht seine Mannschaft noch im Lernprozess, aber mit viel versprechenden Ansätzen.
Anders natürlich die Gemütslage bei Münsters Coach Uwe Braun. Er sah seine Mannschaft lange auf Augenhöhe und trauerte dieser beschriebenen Großchance nach. Dennoch war unübersehbar, dass seine Jungs nach dem zwei - Tore-Rückstand das Spiel abgehakt hatten und notwendige kämpferische Moral vermissen ließen.
SV Gablenberg: Karugiozidis, Younis, Kalinowski, Keifer, Kothenz, Khostwal, Puchner, Prskalo, Schaller, Rücker, Andler, Yilmaz, Wenninger, Binder, Jurhanic, Müller.
TSV Münster: Pellegrino, Schuch, Schweizer, Doll, Fischer, Kloka, Bodendorfer, Stergio, Tannenberg, Narzisso, Weldin, Heidemann, Schulz, Catal, Gök, Antoniou, Zipperlen, Yakar.
Spieler des Tages: Nils Schaller / SV Gablenberg
Fotos/Text: Peter Bauer
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